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Martin Büsser - Antipop
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Essays und Reportagen zur Popkultur in den 90ern
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Martin Büsser's Antipop
Essays und Reportagen zur Popkultur in den Neunzigern
>>>"In den Siebzigern waren es unsere großen Brüder, die Phil Collins hörten, in den Achtzigern waren es unsere kleinen Brüder. Heute sind wir alle Phil Collins, weshalb auch keiner mehr ihn hören muß."<<<
Pop ist inzwischen zur Modefloskel geworden. In der zornigen Einleitung fragt Martin Büsser nach, ob Popkultur in unserer Zeit überhaupt noch Inhalte transportiert oder nur noch zur Werbung ihrer selbst geworden ist. Essays, Interviews und Glossen zeigen auf, wie Popkultur sich seit den sechziger Jahren von einer rebellischen Kultur in eine pluralistisch bunte, häufig inhaltsleere Blase verwandelt hat, die beliebig mit »Sinn« gefüllt werden kann.
Stationen dieser Reise durch mehr als zwanzig Jahre Popgeschichte sind u. a.: Gespräch mit Arnulf Meifert (Gründungsmitglied der Krautrock-Band Faust) über die Aufbruchsjahre, experimentelle Musik im Umfeld von 1968 und die Wiederentdeckung von Krautrock durch die Techno-Generation; Gespräch mit Jello Biafra (Dead Kennedys) über die Ursprünge der Punkbewegung in den USA und das, was davon geblieben ist; Interview mit den Melvins über die Krise der Rockmusik in den Neunzigern; Polemiken zu Phil Collins, Henry Rollins und Plattensammlern und ein Überblick über den Dschungel der elektronischen Musik der Neunziger.
Parteiisch, humorvoll, aber bestimmt.
Die Presse sagt:
»Mal witzig, mal mit tiefgefurchter Stirn rechnet Büsser in sehr sympathischer Punkrock-Manier mit den Irrungen und Wirrungen der ideologischen und ästhetischen Heterogenität ab, die manchmal gegen besseres Wissen unter den drei Buchstaben Pop subsumiert wird.« (Süddeutsche Zeitung)
»Exzellenter Essayband.« (Roger Waltz in INTRO)
Inhaltsverzeichnis
Erster Teil: • Götzendämmerung. Der Fall Henry Rollins. • Pft Pft Pft Pft. Eine Einführung in Techno. • Sexy Kapitalismus. Oder: Pop ist eine Pizzaschachtel.
Zweiter Teil: • Mythos Krautrock. • »Internationalität als Generallinie«. Im Gespräch mit Arnulf Meifert (Ex-Faust). • Once Upon A Time In The West. Eine Pappnase in der Neuen Welt. • »Besser, du redest mit Half Japanese«. Im Gespräch mit Jello Biafra. • Rockmusik nach dem »Ende der Rockmusik«. The Melvins. • »Der Herzschlag ist nicht langsam genug.« Jim O'Rourke und Loren Mazzacane-Conners.
Dritter Teil: • Phil Collins und das Prinzip, »In the Air« zu sein. • Jede Börse könnte die letzte sein. Gedanken über eine ausgestorbene Zunft: Die Plattensammler.
Anhang: Discographie. »Confusion is Sex«.
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Martin Büsser Antipop Broschur 192 Seiten 1998, 2. Aufl. 2002 11,66 €(D) ISBN 978-3-930559-4-59
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