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Pyrolator "Wunderland" (MP3)

Nach dem großen internationalen Erfolg von „Ausland“ ruhte der Pyrolator nicht lange und reiste im Jahre 1983 nach New York, wo er ungestört auf Inspirationssuche gehen und die Vibrationen der Stadt auf sich wirken lassen wollte. Ungestört? Zwar standen ihm ein großer Raum samt Konzertflügel zur Verfügung, aber draußen auf den Straßen pulsierte trotz des kühlen Aprilwetters ein Beat aus den Ghettoblastern. Aus Rap hatte sich Electro entwickelt, Electro wiederum schickte sich an, Hip-Hop zu werden. Musikgeschichte zum Anfassen sozusagen. Und was machte der Pyrolator? Er ging in den Zoo, um Tierstimmen aufzunehmen.

Durch ausführliche Studien über Gebrauchsmusik war er zu dem Ergebnis gelangt, dass seine nächste Platte eine ruhige und lebensbejahende Atmosphäre ausstrahlen musste. Es sollte bildhafte Musik entstehen, mit einer zu jeder Tages- und Nachtzeit, zu jeder Gelegenheit positiv wirkenden Grundstimmung – ohne gleich New Age oder Meditationsmusik zu sein. Der Pyrolator schickte sich also an, „intelligente Gebrauchsmusik“ zu produzieren.

Im Ata-Tak-Studio erfolgte schließlich die Realisierung von „Wunderland“ – dieser Titel schien dem Pyrolator nach den diversen merkwürdigen Erlebnissen auf besagter Soundsuche durchaus nahe liegend. Wie schon beim Vorgänger arbeitete er hauptsächlich mit dem von Werner Lambertz erfundenen Computersystem Brontologik, an das ein Korg MS20, ein Yamaha DX-7 und ein Emulator 1 angeschlossen waren. Die Brontologik ermöglichte die Steuerung von elektronischen Musikinstrumenten, lange bevor sich der Midi-Standard durchgesetzt hatte. Es handelte sich allerdings nicht um eine Software-Lösung, sondern um Hardware-Module, die mittels unzähliger Steckverbindungen miteinander verknüpft wurden. Genau genommen wurde pro Ton ein eigenes Kabel benötigt, sodass das Arrangement mancher Stücke eher an eine Riesenportion Spaghetti als an eine Musikproduktion erinnerte. (Mittlerweile hat die wundersame Brontologik übrigens den Weg ins Museum gefunden und ist im rock’n’popmuseum in Gronau zu bestaunen.)








F. Fenstermacher, Pyrolator & die Brontologik 




Ah, das hier ist schon mehr mein Fall. Pyrolator hat es nämlich nach
dem Einsatz bei der Plan dann selbst 1984 noch geschafft, soviel
upliftenden Kitsch und verknarzte Andersartigkeit an den Tag zu legen,
dass man sich über jeden einzelnen der kitschigen Tracks freut und
eigentlich jeder der heutzutage Musik für Computerspiele macht sich das
noch mal genau anhören sollte. Unbedingt reinhören, so rein war Kitsch
nie wieder. Und dabei hat es dann auch noch dieses Flair aus
Handgemachtem Hitech. Sehr fein.
bleed •••••
(Debug)




Pyrolator`s Brontologik 



Pyrolator "Ausland" (MP3) / Pyrolator "Traumland" (MP3)

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