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Geschichte wird gemacht

1979
November
Gründung der Band: Peter Hein, Thomas Schwebel, Uwe Bauer und Markus Oehlen, damals Schlagzeuger bei Mittagspause, stehen an der Bar eines kleinen Clubs in London. Auf der Bühne stehen The Teardrop Explodes, das erste Konzert in der Hauptstadt. Ganz England ist im TwoTone-Ska-Fieber. Also wird TwoTone importiert nach BRD: Die Fehlfarben sind geboren.

Dezember
erste 7
Eine Single wird aufgenommen: „Abenteuer & Freiheit/Große Liebe“. Ska rules. TwoTone heißt Weltrekord und Düsseldorf ist wieder einmal ganz vorne. Nach den Fehlfarben gehen die Aufnahmen für Pornofilm-Soundtracks in der Klangwerkstatt weiter.

1980
Januar
erstes Konzert
Erstes Konzert im Capitol in Mannheim, als Vorgruppe der damaligen SuperMegaTopBand Hansaplast. Viele Söhne Mannheims im Publikum, aber Naidoo noch Quark im Schaufenster. 20 Jahre später erkennt er wahre Größe und dreht sein Video als Verbeugung vor Fehlfarben an diesem mystischen Ort … oder?

Mai
Düsseldorf goes international. Die Wiener Festwochen rufen und der Plan, SYPH und die Fehlfarben steigen in den Reisebus, der aus Hannover mit Hansaplast angerauscht kam. Wien im Frühling. Tolles Konzert, keinerlei Ska-Songs mehr und bei der Zugabe dreht André Heller persönlich den Strom ab. Kann man mehr in dieser Stadt erreichen? (WO IST DIE TV-AUFZEICHNUNG, LIEBER ORF??????)

Juni
Thomas Schwebel hört in seinem neuen Auto, daß er sich für die gesammelten Auftrittsgagen des Frühjahrs für 150 Mark gekauft hat, die Buzzcocks: I Hate Fast Cars. Riesenunfall in Wuppertal ist die Folge. Am Abend erste Aufnahme in den EMI-Studios: Paul ist tot.

Juli
Vertrag mit einer ausbeuterischen, schrecklich monopolistischen Riesenfirma namens EMI. Die Buletten in der Künstlerkantine bei Mutter Pesch geben den Ausschlag für die Unterschrift. Die Band gilt, bis alle anderen mehr Geld von anderen Firmen bekommen haben, als wahlweise „stinkreich“ und „arm, weil blöd, weil über’n Tisch gezogen“.

Erste LP
August/September
Eine LP wird fertig aufgenommen in den EMI-Studios. Titel ist merkwürdig: „Monarchie und Alltag“. In letzter Minute kann EMI-Mensch Horex Luedtke („is sonst zu kurz, ne?“) die Band überreden, den absolut unbeliebtesten Titel doch noch auf die Platte zu nehmen, auch wenn die Band ihn hasst: „Ein Jahr“ (Es geht voran).

Oktober
Vorprogramm bei der damals heißen Band 999 (wer??). Like punk never happened: Hauptact dreht Vorgruppe den Saft ab, Vorgruppe muß Geld zahlen, damit sie überhaupt auf die Bühne darf, Tourpromoter heillos überfordert, Randale in Münchner Lokal, Depression und Exzesse.

November
Während die Band keine Lust mehr hat, erscheint eine überschwengliche Kritik nach der anderen. Ausnahme: ein neues Kölner Musikmagazin namens „Spex“. Aber auch die sollten noch lernen …

1981

Im Studio
Januar
Frank Fenstermacher hat einen Plan, dafür kommt Uwe Jahnke von SYPH an Bord. Motto: mehr Krach. Die Band übt die zweite LP und für eine große Tour. Platte verkauft sich immer mehr. Tour wird immer größer.

Februar
Drei Tage vor Tourbeginn verläßt Peter Hein die Band. Warum? Albert „ist ein Schwein“ Hilsberg (!) is not amused. War er das je?

März
Band testet diverse neue Sänger: unter anderem den weltweit unmusikalischsten Soulsänger aller Zeiten. Am Ende bleibt alles in der Familie: Thomas Schwebel übernimmt das Mikro.
Aufnahme einer neuen Single: „Das Wort ist draußen/Wie bitte was?!“. Damit ist die Spex zufrieden.

1981
Mai
Als Wiedergutmachung für die ausgefallene Tour vom Februar spielt die Band 10 Auftritte. Zum erstenmal kommen wirklich Zuschauer. „Monarchie und Alltag“ kommt in die Charts und bleibt dort über ein Jahr.

33 Tage in Ketten
Sommer
Zweites Album entsteht. Titel ist diesmal noch merkwürdiger: „33 Tage in Ketten“. 15 Jahre später, nach einer gleichlautenden Schlagzeile in der Boulevardpresse, verneint die Band kategorisch irgendwelche Kontakte zu den Reemtsmaa-Entführern.

September
Da warens nur noch drei: Michael Kemner, bisher Bass, spielt jetzt lieber MauMau. Wieder heißt es, die Ersatzbank aufzufüllen.

November
Große Deutschland-Tour: 2 Alben in den Charts. Band wirkt an Filmprojekt über Kanzler Schmidts „Dialog mit der Jugend“ mit, daß daraufhin vom Bundespresseamt sofort aus dem Verkehr gezogen wird. Beatclub Bremen: Mike Leckebusch haßt die Band, die Band haßt den Beatclub, dafür gibts tonnenweise Trockeneis im Radio-Bremen-Studio. Bei mehreren Konzerten in Berlin werden im SO 36 sämtliche Zuschauerrekorde gebrochen. Die TAZ merkt, daß es sich bei den Fehlfarben nicht um Ton Steine Scherben handelt. Ersta

1982
Februar
Wieder neuer Bassist: Hans Maahn stößt zur Band. Neue Single, „14 Tage/Feuer an Bord“ wird aufgenommen (und später Single of the Week im NME!!!). EMI veröffentlicht nach anderthalb Jahren „Ein Jahr (Es geht voran)“ als Single und schafft damit die TopTwenty. Hitsingle!! Super! Bravo!!!

April/Mai/Juni
Noch größere Tour durch Deutschland/Österreich/Holland: Dort wird „Es geht voran“ nach Zuhörerprotesten nicht mehr im Radio gespielt. Dafür verliert Deutschland am letzten Tour-Tag bei der Fußball-WM 1:2 gegen Algerien. Rockpalast-Aufzeichnung mit den Simple Minds.
September bis Dezember 1982 Aufnahme der dritten LP „Glut und Asche“. Thomas Schwebel läßt sich für eine Fotosession zum ersten und einzigen Mal einen Bart wachsen. Trotzdem oder deswegen: Eine Flut von Gastmusikern gibt sich die Studiotürklinke in die Hand. Hut ab vor Matthias Keul, der als Keyboarder und Arrangeur maßgeblich am Erfolg der Platte Anteil hat.

1983
Glut und Asche
März
„Glut und Asche“ wird veröffentlicht und als erste deutsche „Platte des Monats“ im MusikExpress ausgezeichnet. Kritiker überschlagen sich, Platte kommt in die Charts, alles Klasse.

April
Drei Songs der Platte werden von Tom Robinson auf Englisch übersetzt und auch aufgenommen. Steve Strange bietet Band einen Playback-Auftritt in Londons In-Disco Camden Palace an (!), doch Band lehnt dankend ab. Ende der England Karriere.

Ab September
Die Band baut sich ihr eigenes Studio in Wuppertal.

Dezember
Uwe Bauer und Thomas Schwebel treffen Hellmuth „Kraan“ Hattler bei einem Radiotermin in Berlin. Plötzlich hat die Band wieder einen Bassisten.

1984
1984
Januar
Nach anderthalb-jähriger Live-Pause bereitet sich die Band im eigenen Studio auf neue Konzerte vor. Nach Konflikten mit der Plattenfirma beginnt die Band, die neuen Songs selbst aufzunehmen – im eigenen Studio und im Schwarzwald.

Mai/Juni
Die ersten Auftritte in neuer Besetzung: Hellmuth Hattler am Bass, Martin Schwebel zusätzlich an den Drums.

August
Weitere Aufnahmen zur vierten LP, die erst 1995 als „Popmusik und Hundezucht“ erscheinen wird.
September bis November 1984
Tour durch Deutschland: Von großartigen Gigs wie dem knackevollen Metropol in Berlin bis zu düsteren Provinzveranstaltungen ohne jegliches Publikum mal wieder das übliche Programm: Trotzdem, nach Meinung vieler, die bis dahin beste Tour der Band. Folgerichtig löst sich die Band im Anschluß an die Tour auf.

1985

Im Frühjahr erscheint das für fünf Jahre letzte Lebenszeichen der Band: Die 12″-Single „Keine ruhige Minute/Der Himmel weint“, die ersten Früchte der Studioarbeit von 1984. Für die Fehlfarben gibts jetzt erstmal viele ruhige Minuten.

1989
Juni
Am gleichen Tag, an dem in Peking Panzer auf Chinesen schießen, trifft sich die Band in Düsseldorf das erste Mal in Originalbesetzung nach dem Dezember 1980. Keiner weiß, wie es weitergehen wird.

Oktober
Nach jahrelangem Betteln erfüllt die Band ihrem alten A&R-Menschen Horex Luedtke, jetzt bei der WEA in Hamburg, seinen dringlichsten Wunsch und findet wieder zusammen. Der zweitdringlichste Wunsch, nämlich eine Tour durch besondere Gefilde, findet ein standesgemäßes Ende. Doch diesmal löst sich ausnahmsweise nicht die Band, sondern das Land auf: Schwupps war sie weg, die DDDDR!!

1990
Frühjahr
Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen beginnen die ersten Aufnahmen für die heiß erwartete Reunion-LP. Erst in Düsseldorf, dann in Hamburg. Mittlerweile hat die Band auch wieder einen eigenen Labelnamen an eine Majorcompany verkauft: Königshaus/WEA ist entstanden.

1990 im Studio
Sommer
Bei den sich hinziehenden Aufnahmen erscheint unter anderem ein Gastmusiker, der damals noch ziemlich unbekannt ist: Der eine und einzigartige Helge Schneider spielt wunderbares Klavier und ebensolche Hammond-Orgel auf drei Tracks!!!

1991
Die Platte des himmlischen Friedens

Frühjahr
„Die Platte des himmlischen Friedens“ erscheint und sorgt für Aufregung: Von ganz übel bis euphorisch reicht die Palette der Meinungen (leider auch bei der Plattenfirma, wie es scheint …). Bei der Popkomm fördert die Band einen Newcomer, von dem man später unter anderem als „Fehlfarben der 90er“ sprechen wird: Blumfeld. Beste Grüße, Jochen!

Herbst
Mit den Ramones auf einer Bühne: ein weiterer Traum erfüllt sich beim Bizarre-Festival in der Berliner Wuhlheide. Die nachfolgende Tour durch 10 deutsche und zwei österreichische Städte erfüllt alle Erwartungen derjenigen, die da waren. Wie üblich waren es zwar viele, aber nicht so viele, wie später behaupten, dagewesen zu sein. Ein eigenartiges Phänomen! Endlich entsteht einmal ein brauchbarer Livemitschnitt (wer hörbare Kassetten-Mitschnitte auch von anderen Tourneen hat, bitte unter info@fehlfarben.com melden!!!), der ein Jahr später auf CD erscheint.

Live 1991

1994
Popmusik und Hundezucht
Thomas Schwebel findet die Bänder der 10 Jahre zuvor nicht veröffentlichten 4. LP. Nach einiger Kosmetik und neuer Abmischung erscheinen die Aufnahmen (mit 2 Solo-Titeln von Thomas Schwebel) unter dem Titel „Popmusik & Hundezucht“ im Herbst 94. Klasse Cover, übrigens.

2000
Die Goldene
November
Nach 20 Jahren bekommt das alte Schlachtroß „Monarchie & Alltag“ die GOLDENE verliehen: 250.000 Menschen können nicht irren! An diesem Tag räumt die EMI sogar für einige Stunden echte Beatles-Dekoration beiseite! Wahnsinn!! Unglaublich!?!

2001
Oktober
Im Suhrkamp-Verlag erscheint „Verschwende deine Jugend“, ein Doku-Roman von Jürgen Teipel über die deutsche Punk- und New Wave-Szene. Wer also wissen will, woher wir kamen und wohin wir wollten, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Und erfahren, daß nichts so sehr Punk gekillt hat wie die komplette Humorlosigkeit einer Menge Protagonisten – außerhalb Düsseldorfs, versteht sich. Unter www.gesellschaftsinseln.de gibt es eine Fülle weiterer Informationen – Presseausschnitte, Fotos, Discografien etc.

November
Das Jahr nach der Goldverleihung hat die Band genutzt: In Pyrolator wird ein neuer Produzent gewonnen, der schon auf dem ersten Album einen Ton auf „Paul ist tot“ drückte und in Düsseldorf sind eine Menge neuer Songs entstanden, die die Hoffnung zulassen, daß es im neuen Jahr (und das ist 2002!) ein neues Album geben wird. Einige der Band nahestehende Quellen sprechen von einer „Mischung aus Frank Zander, Radiohead und Judas Priest“. Oder so ähnlich. Wahrscheinlich völlig anders. Also – Augen auf beim Plattenkauf. Da kommt es gerade recht, daß „Monarchie und Alltag“ zur fünftbesten deutschen Platte aller Zeiten gewählt wurde. Von einer Jury des Musikexpress. Nachzulesen in einem Buch mit dem Titel „Made in Germany“.

2002
April
Jede Menge Aufregendes: Der Sampler zum Buch „Verschwende deine Jugend“ erscheint in Zusammenarbeit zwischen Universal und Atatak, wird veröffentlicht am 22. April und hat insgesamt 49 Songs auf 2 CDs. Und wenn man sich die komplette Liste ansieht: Hochachtung, da fehlt wirklich kaum etwas aus dieser wichtigen Zeit!

August
Veröffentlicht wird „Knietief im Dispo“ am 4. November auf dem „besten Label, das die Band bisher hatte“ (O-Ton Thomas Schwebel) bei K7/Wonder. Und Ende September erscheint bereits die erste Single: „Club der schönen Mütter“.

Knietief im Dispo
Oktober
Der Herbst, Zeit der Ernte, des Heimgangs, der Wahlen und des Kontoauszugs. Wir stellen fest: KNIETIEF IM DISPO. Am 28.10. erscheint das neue Fehlfarben. 12 niegelnagelneue Stücke zu Deutschland im Herbst, mal wieder: Wer eine tiefgehende Analyse, nein, einen sehr stimmenden Text zur Platte lesen will, bevor ihn sämtliche Medien in Deutschland abschreiben, klicke bitte hier. Auch hübsche neue Bilder sind zu sehen, die uns eins sagen: Mensch, die sind ja gar nicht so alt!! Wer hätte das gedacht!! Bands, die eher selten eine Platte rausbringen, (wie wir), altern trotzdem nicht schneller als die Hochleistungssportler des Rock’n’Roll, ob nun in Hosen oder Röcken. Für die Tour, die im Januar und Februar nächsten Jahres ansteht, kann man also einiges erwarten, wenn eine Band im 22. Jahr ihres Bestehens eine Platte rausbringt, die so frisch klingt wie sonst eigentlich kaum was hierzulande. Meinen zumindest unsere Freunde bei den Medien, die wir schon lesen durften. Und Charlotte Roche, Mitgliedsnummer 0001 im Club der Schönen Mütter.

2003
Nach unserem neuen Album ist jetzt Live spielen angesagt…und wie!!
Die „Knietief im Dispo“ Tour im Januar startet in Hagen, führt uns nach Wien und endet nach drei Wochen in Dresden. Der Höhepunkt war zweifellos Berlin, 3 hintereinander ausverkaufte Konzerte in der Volksbühne!! Was will man mehr.
Es folgen zahlreiche Open Airs und Festival Gigs von Frühjahr bis Herbst…danach startet spät im Herbst „Knietief im Dispo“ Teil 2! Geht los in Braunschweig und endet in Stuttgart.. geplagt von fiesen Grippevieren, die sich im Nightliner breit gemacht haben, sind alle danach entweder krank oder platt!
Trotzdem war’s ne tolle Zeit und Danke an Alle, die unsere Konzerte miterlebt haben ..und auch ein Dankeschön und viel Respekt an die Bands „Schwarz auf Weiss“, „Angelika Express“, „Rockformation Diskokugel“, „Von Spar“, „Spillsbury“…mit denen wir und die mit uns viel Spass
hatten!

Nach der anschließenden Tournee erscheint 2003 noch die Non-Album-Maxi „Alkoholen“, bevor es wieder ruhig wird um die Altpunks. Sänger Hein fliegt bei Xerox raus und halt sich eine Zeitlang als freischaffender Kunstler über Wasser, bevor er sich arbeitslos meldet. Das Bandgefüge ist derweil weiter voll intakt.

2004
2004 ergeben sich einige Label-Querelen, da die Band von !K7 zu V2 wechselt, wodurch auch das bereits komplett aufgenommene neue Studioalbum in der Warteschleife hängen bleibt. Als es dann erscheinen konnte, überlegt man sich, ob es nicht passender ware, ein Album voller befreundeter Gaststars vorzuziehen. Schließlich ist man bereits 26 1/2 Jahre im Business.

2005
Neben einigen illustren Live-Auftritten widmen wir uns ganz der Fertigstellung unseres neuen Albums. Nach Studioaufnahmen mit Helge Schneider, Herbert Grönemeyer, Sven Regner, Campino, Dirk von Lowtzow, Jochen Distelmeyer, Gudrun Gut, Bernd Begemann, Claudia Kaiser, Stoya, Nils Koppruch, Thomas Mahmoud, Harry Rag, Francoise Cactus, Frank Spielker, TV.Smith usw…. arbeiteten wir am Mix bei atatak und in legendären Connys Studio um dem Album den letzten Schliff zu geben.

2006
Februar
Gesagt, getan: Ende Februar 2006 melden sich Hein und Co. zunachst mit „26 1/2“ zuruck, das ausdrucklich „kein Tribut und kein neues Fehlfarben-Album“ darstellt. Mit illustren Namen, darunter Campino, Francois Cactus, Dirk von Lowtzow, Helge Schneider, Frank Spilker und Herbert Grönemeyer feiert die deutsche Punklegende mit 18 Songs ihr 25-jahriges Bandjubilaum, das eigentlich schon 2004 fallig war.
Es schliesst sich eine Tour mit vielen der Mitwirkenden Gaststars an und wieder füllt man die Volksbühne, sogar an Weihnachten.

2007
April
Ein grosses Aufatmen geht durch die Band – endlich darf das langersehnte Studioalbum „Handbuch für die Welt“ erscheinen, wieder produziert von Pyrolator, diesmal aber abgemischt vom Berliner Producer-Urgestein Moses Schneider, der es wie kein zweiter versteht, den Stücken, die schon zu lange von der Band selber bearbeitet wurden, seine ursprüngliche Kraft zurückzugeben. Und wieder befindet sich die Band im Tourbus und rockt das Land. Solange gab es die Band noch nie in unveränderter Besetzung!

2008
Die Früchte dieser Livetour werden geerntet: Man hat die Tour mitgeschnitten und die besten Stücke erscheinen als Live-CD „Hier und Jetzt“.
Die 13 wilden Stücke dieser CD wurden live auf der „Handbuch für die Welt“ Tour im heißen Mai und Juni 2007 aufgenommen. Sie geben sehr gut die Lust und Spielfreude der Band wieder, der es leicht und locker gelingt, sich selber immer wieder neu und aktuell zu erfinden, so wie mit dem krachig vorwärtsstürmenden neuen Mitreisser : „WWW“ der hier erstmalig veröffentlicht wird.

Auch „Schlaflos Nachts“ und „Wilde 13“, hier erstmalig von Peter Hein interpretiert, stecken, wie alle Stücke der CD, voll Energie und Kraft, und so ist es nicht verwunderlich, dass selbst Klassiker wie „Gottseidank nicht in England“, „Apokalypse“ und „Paul ist tot,“ soviel Intensität erhalten, als wäre es am ersten Tag.

Die CD..s „Knietief im Dispo“ sowie „Handbuch für die Welt“ haben in der Zwischenzeit so sehr an Aktualität gewonnen, dass Fehlfarben neben „Chirurgie 2010“ von der „261/2 mit „Geteilte Welt“, “Internationale“, „Handbuch für die Welt“, „Am Ende das Meer“ und „Teufel in Person“ gleich 5 aktuelle Stücke spielen. Die Zugabe „Nichts erreicht meine Welt“ stammt von „der Platte des himmlischen Friedens“ (1991).

2009
Das Sterben der Plattenfirmen geht weiter und diesmal hat es V2 erwischt, auf dem die letzten beiden CDs erschienen. Gesucht wird ein neuer Produzent und mit Moses Schneider, der diesmal nicht an den Reglern sitzt, sondern produziert, wird ein solcher gefunden. Er hat eine Idee: Es gibt Band-Sound wie früher – alle spielen zusammen in einem Raum (dem Berliner Studio „Chez Cherie“), es gibt keine Overdubs, keine Clicktracks, es gibt nur Spielfreude und er bringt die Fehlfarben dazu den ganzen Tag solange dasselbe Stück zu spielen, bis ein definitiver Take gefunden ist. Man groovt und hat Spass. Die CD „Glücksmaschinen“ entsteht. Mit diesem Material wird in Tapete-Records auch ein neuer Label-Partner gefunden, der die Begeisterung für diesen neuen Sound der Band teilt.

2010
Februar
Am 11.2.2010 erscheint die neue CD und es gibt sogar farbiges Vinyl – Träume werden wahr. Eine umfangreiche Tour schliesst sich im März/April an. Wir sehen uns.

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